August 30th, 2010 | admin

Junge Familien gehen ab und zu auf den öffentlichen Spielplatz, um die lieben Kleinen ein wenig rutschen, schaukeln und klettern zu lassen. So waren auch wir vor gar nicht allzu langer Zeit auf einem sogenannten Spiel- und Tobeplatz, der sich aber eher als potentielle Todesfalle für die Kinder entpuppte, so dass wir die baufällige Einrichtung schon bald wieder verließen. Von verseuchtem Boden und Müll und Spritzen in Sandkästen hat man ja in den neunziger Jahren schon gehört. Dass viele der Spielgeräte auf Spielplätzen aber in einem schlechten Zustand sind und von dieser Seite auch große Verletzungsgefahr für Kinder besteht, scheint immer noch zu wenig Beachtung zu finden

Gefährlicher Spaß

Die Klettergerüste auf dem Platz waren allesamt in einem morschen Zustand. Teilweise standen Schrauben raus und bei der Hängebrücke fehlte fast jedes zweite Brett, was das Kind dann in etwa einem Meter Höhe ins Leere treten lassen würde. Vom Schreck gar nicht zu reden, besteht da schon die Gefahr eines Knochenbruchs. Doch auch die Rutsche war eine Gefahr für sich: Das Blech war teilweise verborgen und scharfkantig, das Plastik an den Seiten verwittert und extrem brüchig. Auch war der Landeplatz kaum noch mit Resten des schmutzigen Sandes bedeckt und hätte so eine harte Landung für die Kleinen bedeutet. Vergnügtes Spielen konnte man auf diesem Spielplatz jedenfalls komplett vergessen. Besonders wenig Verständnis kann man für diese Verfehlungen aufbringen, da sonst in Deutschland ja immer gerade bei Sachen für Kinder so strenge Richtlinien herrschen. Sei es beim Essen – Babykost ist das am Strengsten kontrollierte Lebensmittel überhaupt, direkt gefolgt vom Leitungswasser – oder beim Spielzeugdesign, wo immer besonders auf Sicherheit geachtet wird, damit ja keine Teile verschluckt werden können oder eine sonstige Verletzungsgefahr lauert. Aber bei öffentlichen Spielplätzen muss man dann doch erst einmal selbst den TÜV spielen und jedes einzelne Teil kontrollieren, bevor man sein Kind darauf loslässt.

Oma ist die Beste

Das Problem hat sich nun anders gelöst. Die Großeltern haben es mal wieder gerichtet und in ihrem Kleingarten einen eigenen Spielplatz für die Enkel eingerichtet. Natürlich nur im Kleinformat und mit nicht ganz so aufregenden großen Geräten, aber der Kletterturm mit Rutsche von Climbingframes macht schon was her. Über dem Turm ist ein bunt gestreiftes Tuch gespannt, das dem Ganzen einen besonderen Charme verleiht, nicht so einen Hauch von Ödnis und Verlassenheit wie bei so manchem öffentlichen Spielplatz. Das Tuch kann man ganz leicht abnehmen, damit es auch im Winter nicht der Verwitterung ausgesetzt ist oder um es zu waschen, wenn es mal schmutzig geworden ist. Dieser Privatspielplatz ist echt toll und da die Großeltern sowieso oft im Kleingarten sitzen, kann man die Kleinen auch mal ein paar Stunden dort abliefern und in der Zeit bummeln gehen. Sehr zu empfehlen!



Author:
admin
Time:
Montag, August 30th, 2010 at 01:52
Category:
Mausis-Kategorie
Comments:
You can leave a response, or trackback from your own site.
RSS:
You can follow any responses to this entry through the RSS 2.0 feed.
Navigation:

Leave a Reply